Das Rudeltier-Wohlfühlpaket für Deinen Vierbeiner

Was ist BARFen?

Heutzutage hört man oft das Hunde „gebarft“ werden, aber was bedeuteGiveYourDogABone_bookt das eigentlich?

B.A.R.F ist eine Abkürzung, die einfachste ist wahrscheinlich „bones and raw food“ (Knochen und rohes Futter). Bekanntester Verfechter dieser Ernährungsthesen ist der australische Tierarzt und Autor Dr. Ian Billinghurst, der die Rohfütterung in seinem Buch „Give Your Dog A Bone“ erklärt. Die deutsche Übersetzung lautet „biologisch artgerechte Rohfütterung“.

Die Umstellung auf BARF sollte nach dem Prinzip „ganz oder gar nicht“ erfolgen, je jünger der Hund desto einfacher ist die Umstellung.

Wie sollte eine BARF Mahlzeit aussehen?

  • Fleisch-Innereien-Knochen: 70-80% der Ration sollten tierischen Ursprungs sein. Die Hälfte davon Fleisch (von Schweinefleisch wird abgeraten), 20% Pansen und/oder Blättermagen, 15% weiter Innereien (Lunge, Leber, Niere, Milz etc.), 15% Knochen/Knorpel (niemals gekocht!).
  • Gemüse/Obst (fein geraspelt oder püriert bzw. Gemüseflocken): 20% der Ration sollte pflanzlichen Ursprungs sein. Wurzelgemüse, Salat, Spinat, Mangold, Zucchini, Gurken, Kürbis, Karfiol, Paradeiser, Apfel, Banane, Beeren, Zwetschgen, etc.
  • Getreide: Bei erhöhtem Energiebedarf können bis zu 40% der Gemüse/Obst-Ration durch Getreide ersetzen werden. Bei zu dicken und alten Tieren kann auf Getreide verzichtet werden. Am besten eignet sich sogenanntes „Pseudogetreide“ (glutenfrei) wie z.B. Reis, Hirse, Buchweizen, Kartoffel, Amarant, Quinoa.
  • Öle: Lachsöl, Hanföl, Borretschöl, Leinöl, da sie reich an Omega 3-Fettsäuren sind, die auf natürliche Weise Entzündungen entgegenwirken.
  • Kräuter: Kräuter sind wichtige Lieferanten für Mineralstoffe und Vitamine. Mineralstoffe: Wenn keine Knochen gefüttert werden, muss Kalzium beigegeben werden z.B. Eierschalenmehl oder Algenkalk.
  • Spirulina oder Chlorella: Diese Süßwasseralgen sind Toxinbinder, wertvoll für die Darmflora und wichtige Mineralien- und Eiweißlieferanten. Zusätzlich binden sie Gerüche und sind daher sehr zu empfehlen, wenn Ihr Liebling „hundelt“.
  • Bierhefe: Bierhefe ist ein wertvoller Lieferant der B-Vitamine (außer B12) – wichtig für Haut, Fell und Nervensystem.
  • Grünlippmuschel: Wichtig für Gelenke und Bewegungsapparat.
  • Hagebuttenschalenmehl: Enthält sehr viel Vitamin C, das Hunde im Gegensatz zum Menschen zwar selbst bilden können, jedoch sind die Vitamin C-Werte im Blut häufig niedrig. Damit sind Hagebutten eine gute Ergänzung bei allen Abwehrproblemen und auch für die Gelenke.

Futter_BARF

Futtermenge: Die Futtermenge sollte 2-4% des Körpergewichtes beim erwachsenen Tier pro Tag betragen. Tiere im Wachstum benötigen 4-5% des Körpergewichtes.

Ein Fasttag pro Woche ist für Hunde überhaupt kein Problem!

Getreide und Fleisch sollten nach Möglichkeit nicht gemeinsam verfüttert werden.

Nicht alle Komponenten müssen täglich gefüttert werden – das wäre zu kompliziert! Morgens Gemüse, abends Fleisch, am nächsten Tag Fleischknochen, am dritten Tag Kutteln mit Obst usw.

Wenn Dir das alles zu kompliziert und umständlich ist, dann wende Dich an einen ErnährungsberaterIn.  Dieser wird einen auf Deinen Hund abgestimmten Ernährungsplan erstellen und kann Dir auch gute und günstige Bezugsquellen für Fleisch und Co. empfehlen.